Was isst ein Browser?

HTML

Das englische Verb "to browse" bedeutet "stöbern, sich umsehen, schmökern". Ein "Browser" hat demzufolge nichts mit einer Brause oder Dusche zu tun, wie ich beim ersten Kontakt mit diesem Wort vermutete, sondern wird gebraucht, um auf dem Internet "herumzustöbern". Browser können also grundsätzlich "Internetseiten" aufrufen und darstellen, wenn man auf einen sog. Link klickt, so werden die Seiten ausgewechselt, egal wo auf der Welt diese abgespeichert sind. Internetseiten ihrerseits werden aufgebaut mit einem Codiersystem namens "HTML", einer Sprache, die 1990 geboren wurde. Internetseiten sind Textseiten, die die Datei-Endung ".htm" oder ".html" aufweisen. Das HTML, sozusagen das Skelett der Webseite, ist nichts Geheimes, jedermann kann sich es beim Surfen auf jeder Seite ansehen. Der Browser gibt HTML preis, wenn man darin zum Beipiel auf View/Source geht. Auf deutsch wird "Source" in diesem Kontext mit "Quelltext" oder "Quellcode" übersetzt. Die meistens Browser kennen sogar Tastaturkürzel, mit Hilfe derer man die Quelle einer Seite sprudeln lassen kann.

 

Plugins

HTML wurde eigentlich erfunden, damit Wissenschaftler auf einfache Weise ihre Arbeiten auf dem Internet publizieren konnten. Innerhalb ganz kurzer Zeit wurde aber das Web auch in anderen Kreisen populär, und damit stiegen die Ansprüche an die Browser. Man brachte den Programmen deshalb bei, mehr als nur öde Textwüsten anzuzeigen, nämlich Bilder im Format "jpeg" und "gif". Mit diesen beiden Bildformaten können Bilder und Grafiken wie von Zauberhand mit kleinen Datenmengen dargestellt werden, und liegen deshalb auch Inhabern von älteren Modems nicht schwer im Magen.

Doch nicht genug damit. Das Mulimedia-Zeitalter brach an. Browser sollten nun Sounds und Videos abspielen können, es gab sogar plötzlich Seiten, die Animationen fast wie kleine Cartoons beinhalteten. Auch wollte man grosse Inhalte nicht nur lesen, sondern auch sauber ausdrucken können, weil man lange Texte lieber wie früher vom Papier als vom Bildschirm abliest. Neue Ideen, was man mit dem Medium Internet alles anstellen könnte, sprossen wie Pilze aus dem Boden. Die Browserentwickler kamen nicht mehr nach, allen Visionen in ihrem Produkt Raum zu geben. So wurde das Konzept "Plugin" (engl. to plug in = "einstecken, einstöpseln, anschliessen") eingeführt: Alle Darstellungs-Aufgaben, die nicht dem Web-Standard entsprechen, werden den Plugins, kleinen Ergänzungs- oder Zusatzprogrammen zu den Browsern, übergeben. Wenn eine Softwarefirma möchte, das ihre proprietären (=eigenen) Dateiformate richtig im Broser ablaufen, sollten sie gefälligst ihre Plugins auch selber entwicklen. Kritiker dieser Entwicklung befürcheten einen neuen Turmbau zu Babel. Die Kommunikations- und Versionen-Plage biblischen Ausmasses war und ist zwar schlimm (vor allem für Entwickler von Webseiten), brachten insgesamt aber auch innovative Verbesserungen. Einige der Plugins haben sich sogar zum einem Quasi-Standard entwickelt, praktisch alle Browser können heutzutage zum Beipiel mit PDFs oder mit Flash-Filmen etwas anfangen.

 

Allerlei Wissensertes über Browser

Auf der Webseite    www.drweb.de finden Sie ein Fülle von Informationen zu den verschieden Browsern, und zwar nicht nur zu den gängisten Produkten, sondern auch zu alternativen Varianten.

Eindrücklich ist auch die Liste "Alle Browser dieser Welt", welche einen überblick über die hundert wichtigsten Browser der Welt gibt.