Aller Anfang ist schwer, besonders der mit Flash
Viele Leute fühlen sich beim ersten Kontakt mit Flash ein wenig überfordert, wenn sie mit den vielen Fenstern und Paletten konfrontiert werden. Und tatsächlich: Es braucht schon eine Weile, bis man sich in Flash zurecht findet. Gerade weil man eben auch vielfältige Arbeiten produzieren kann, ist der Umgang mit den zahlreichen Elementen des Interfaces etwas gewöhnungsbedürftig. Doch lassen Sie sich davon nicht abschrecken, in diesem Tutorial wollen wir uns schrittweise an die Software heranwagen. Versuchen Sie, sich die Namen der Fenster zu merken, damit werden Sie im weiteren Verlauf des Kurses weniger Mühe haben, den Anleitungen zu folgen.
Arbeitsbereiche (Workspaces)
In den neueren Versionen von Flash gibt es die Möglichkeit, die grundsätzliche Anordnung der Fenster und Paletten des Programmes mit sog. "Arbeitsbereichen" zu steuern (Menu Fenster/Arbeitsbereich...). Die Benutzeroberfläche kann so dem eigenen Geschmack angepasst werden. Diese Möglichkeit ist für professionelle Anwender sicher eine gute Sache, für Einsteiger bedeutet sie meiner Meinung nach eine weitere Hürde bei der Orientierung.
Die Arbeitsbereiche können Sie übrigens auch in der Fensterleiste des Programms wechseln:
Arbeitsbereich "Klassisch": So wie in den guten alten Flash-Zeiten
Wenn Sie Flash von früher kennen, werden Sie merken, dass sich seit der Version CS3 einiges verändert hat. Sie werden sich aber schnell wieder zuhause fühlen, wenn Sie in den Arbeitsbereich "Klassisch" wechseln, dieser enspricht ungefähr dem alten Gesicht von Flash.
Rettungsanker im Fenstersturm: Arbeitsbereiche zurücksetzen
Irgend wann werden Sie bei der Arbeit mit Flash anfangen, die Fenster herumzuziehen und anzupassen, vor allem, wenn Sie nur einen kleinen Monitor zur Verfügung haben. Für Einsteiger stellt sich dabei leider sehr schnell eine gewisse Ratlosigkeit ein, wenn sie versuchen, die dabei verloren gegangenen Elemente wieder aufzufinden. Sehr hilfreich ist in einer solchen Situation, dass Sie jeden Arbeitsbereich zurücksetzen, also in die Ausgangssituation zurückbringen können.
Regie führen im Schauspiel: Bühne und Zeitleiste
Zeitleiste (Timeline)
Bühne (Stage)
Bühne und Zeitleiste sind die wichtigsten Fenster in Flash und gehören in den meisten Arbeitsbereichen zusammen (übereinander oder untereinander), man kann diese Fenster aber auch abdocken (=abtrennen). Ich würde Ihnen aber empfehlen, die beiden Geschwister am Anfang ihrer Flash-Erkundungstour zusammen zu lassen, bis Sie im Programm einigermassen zuhause sind.
Die Zeitleiste übernimmt, wie der Name schon sagt, die Aufsicht über den zeitlichen Ablauf des Flash-Filmes, aber auch über die Ebenen der Inhalte. Auf der Bühne setzen Sie die verschiedenen Bestandteile des Filmes zusammen, sie übernehmen dabei also die Rolle des Regisseurs, der den Schauspielern sagt, wann sie ihren Auftritt haben, wohin sie stehen und wie sie sich bewegen sollen, etc.
In der Version CS4 findet man in der Zeitleiste eine weitere Registerkarte (nicht in allen Arbeitsbereichen!): den sog. Bewegungs-Editor. Ihn braucht man, um eine bestehende Animation weiter zu bearbeiten, zu erweitern und zu verfeinern.
Der Bewegungseditor steht ihnen nur zur Verfügung, wenn Sie ein CS4-Bewegungstween (mehr dazu an anderer Stelle) - also kein sog. "klassisches" Bewegungstween - erstellen.