Mit HTML baut man Skelette
Alle Webseiten sind aus einem Grundgerüst aus HTML-Code geschrieben. Mit Hilfe dieses Grundgerüstes kann ein Browser (also Explorer, Firefox, Safari o.ä.) die Seite aufbauen und deren Inhalte (Text, Bilder, Flash-Filme, etc.) darstellen. Der Code einer Webseite ist in der Regel nichts Geheimes, jedermann kann ihn sich beim Surfen im so genannten "Quelltext" (engl. "Source") anschauen:
- Im Internet Explorer wählen Sie Ansicht/Quelltext
- Im Firefox wählen Sie Ansicht/Seitenquelltext anzeigen
- Genau das Gleiche gilt auch in Safari: Ansicht/Seitenquelltext anzeigen
Hat man diesen Menubefehl gewählt, geht im Browser ein neues Fenster auf, in welchem der Code der Seite präsentiert wird.
Ist HTML eine Programmiersprache?
Diese Frage ist gar nicht leicht zu beantworten, denn die Antwort hängt davon ab, wie man definiert, was eine Programmiersprache eigentlich ist. Versteht man unter "Programmiersprache" eine Sprache, die der Mensch schreibt und vom Computer verarbeitet wird, dann könnte man HTML tatsächlich als Programmiersprache bezeichnen.
Gestandene Programmierer würden beim Lesen dieses Text jetzt ziemlich ärgerlich werden, denn diese finden HTML meistens nur Kinderkram.
Nun, HTML ist tatsächlich etwas "dumm", denn HTML kann nicht rechnen, kann nicht entscheiden, kennt keine Variablen, alles Sachen, die andere Programmiersprachen können. HTML wurde aber nicht als Intelligenzbestie geschaffen, sondern ist eben "nur" dazu da, das Skelett von Webseiten aufzubauen.
Hyper Text Markup Language
HTML ist die Abkürzung für Hyper Text Markup Language, also eine Sprache, mit der Hyper Text aufgebaut wird. Somit stellt sich unweigerlich die nächste Frage: Was ist Hypertext?
Schauen wir bei Wikipedia nach, was Hypertext heisst, werden wir mit folgender Erklärung konfrontiert:
"Hypertext ist eine nicht-lineare Organisation von Objekten, deren netzartige Struktur durch logische Verbindungen (Verweise, Links) zwischen Wissenseinheiten (Knoten, z. B. Texten oder Textteilen) hergestellt wird (Verweis-Knoten-Konzept)."Verstanden? Was - nicht? Dann versuche ich es halt nochmals zu erklären: Liest man ein Buch, liest man den Text linear, d.h. man liest Seite für Seite von oben nach unten durch und blättert dann zur nächsten. Will man eine Stelle überspringen, muss man im Inhaltsverzeichnis nachschauen, wo man weiter lesen möchte.
Hypertexte liest man hingegen nicht-linear: an vielen wichtigen Stellen im Text hat es sog. Hyperlinks, auf die man klicken kann, um mit einem anderen Text verbunden zu werden. Das ganze Internet ist eine Art riesiger Hypertext, und der Reise mit Hilfe von Klicks statt mit Inhaltsverzeichnis sagt man "Surfen"...