Kurzer Erklärungsversuch für Webpublisher-Dummies
1. Download - Zuerst warten, dann abspielen
Die Datei wird zuerst ganz auf den Computer des Users heruntergeladen und wird dann dort lokal abgespielt.
2. Streaming des armen Mannes
("On-demand"- oder "http"- oder "progressives" Streaming)
Eine Datei wird heruntergeladen. Noch während des Downloads wird bereits damit angefangen, den Multimedia-Inhalt abzuspielen. Solange es gelingt, dem Player genügend Datennachschub aus dem Internet nachzufüttern, ist das Abspielen bis zum Schluss ohne Anhalten oder Ruckeln möglich. Weil dieses Streaming keine besonderen Protokolle oder Netzwerktechnologien erfordert, kann auf diese Weise von jedem gängigen Hosting-Account gestreamt werden.
Die Datei wandert in der Regel in das Browser-Cache des Users, deshalb erfolgt das Abspielen beim zweiten Mal viel problemloser.
3. Streaming des reichen Mannes
("Live"- oder "Echtzeit"-Streaming)
"Streaming" kann aber viel mehr bedeuten: Beim "richtigen" Streaming wird die Multimediadatei nie ganz heruntergeladen, sondern nur immer jenes Teilpaket davon, welches auf dem Computer des Users zum Abspielen gerade aktuell benötigt wird*. Damit das möglich ist, wird die Bandbreite der Verbindung zwischen Server und User ständig überprüft und bei Bedarf werden die Pakete angepasst. Es liegt auf der Hand, dass solche Verfahren technologisch viel aufwändiger zu realisieren sind, Projekte mehr Wissen des Entwicklers voraussetzen und Hostingangebote teurer ausfallen, weil zusätzliche Software auf der Serverseite notwendig sind.
* Multimedia-Dateien, die so gestreamt werden, finden sich nach dem Abspielen nirgends auf der Festplatte des Users. Wenn man sie trotzdem besitzen möchte, ist zusätzliche Software zum Aufzeichnen nötig.
Warum ist es sooo cool, mit Flash Videos abzuspielen?
HTML, dass Standardformat für Webseiten, wurde ursprünglich nicht dafür entwickelt, multimediale Inhalte darzustellen. Ihr Browser kann deshalb nicht "von Haus aus" Videos abspielen, sondern braucht dazu ein sog. Plugin, also eine Art Zusatzsoftware, die das ermöglicht. Weil manche Unternehmen denken, sie können in der Zukuft noch viel Geld mit Videos auf dem Web verdienen, ist immer noch ein Gerangel um die Formate im Gang und man hat sich noch nicht auf ein Standard (wie zum Beispiel HTML) einigen können.
Weil man als Betreiber von Websites aber gerne möchte, dass sich möglichst viele User das Angebot anschauen können, ist die Wahl der Technologie eine zentrale Frage, denn wer möchte schon seine Videos in drei oder vier verschiedenen Formaten anbieten? Bei den "klassischen" Videoplugins (Windows Media, Apple Quicktime, RealPlayer) zeichnet sich ein klarer Trend ab, sie verlieren eindeutig an Verbreitung und sind inzwischen nur noch auf 40% bis 80% aller Browser weltweit installiert.
Das Flash-Plugin hingegegen läuft auf mehr als 95% aller Maschinen weltweit, und das ist der Grund, warum alle grossen Videoportale wie zum Beispiel "Youtube" auf .flv-Video-Technologie setzen. Flash-Videos haben in den letzten paar Jahren einen fast unheimlichen Siegeszug angetreten, nicht weil die Technologie etwa besser wäre, sondern nur darum, weil sich damit mehr Leute ein Video anschauen können, ohne sich zuerst ein Plugin herunterladen zu müssen...
Verbreitung des Flash-Players (engl. Penetration = "Marktdurchdringung")
Schauen Sie sich diese beiden folgenden Adobe-Seiten zur Verbreitung an, geniessen Sie aber die Zahlen mit Vorsicht, verschiedentlich wurde schon vermutet, dass die Statistiken geschönigt sind. Ihre Kunden werden jedenfalls begeistert von den Zahlen sein, wenn Sie ihnen für ihr Video-Projekt Flash empfehlen:
Einfaches Handling
Ein weiterer Grund dafür, warum Webmenschen vermehrt auf Flash-Videos setzen, ist der einfache Workflow beim Einbinden von Video in Flash, vor allem auch dann, wenn man den Adobe Flash-Enkoder einsetzt (mehr dazu auf den nächsten Seiten...). Früher gestaltete sich das Kodieren von Videos extrem mühsam und zeitaufwändig, heute braucht es dafür wirklich kein Spezialwissen oder -ausrüstung mehr.