Wie produziert man weboptimierte Videos?

Datenfluten verhindern

Wenn man Videos speziell für das Web produziert, muss man im Auge behalten, dass leider noch nicht jeder Haushalt über einen Breitband-Internetzugang verfügt und dass es durchaus auch User gibt, die für ihre heruntergeladenen Dateien bezahlen müssen. Internetvideos sollten deshalb datenmässig leicht sein, was leider nicht ohne Qualtitätsverlust bei der Komprimierung einher geht. Wenn Sie die folgenden Tipps beachten, können Sie jedoch Filme herstellen, die gut komprimierbar sind. Böse Überraschungen beim Anschauen des Endproduktes auf der Website lassen sich so massiv einschränken.

 

Tipps

Vorbereitung - Preproduction

  • Webvideos von kommerziellen Unternehmen sind kurz und informativ. Sie sind in der Regel eine Mischung zwischen Information und Unterhaltung (=Infotainment). Überlegen Sie sich beim Schreiben des Storyboards gut, welche Informationen Sie im Video präsentieren möchten und welche besser in ein (HTML- oder PDF-)Dokument gehören, welches man lesen kann.
  • Verzichten Sie auf Sujets, die sich schnell bewegen.

Aufnahme

  • Verwenden Sie ein Stativ, ruhige Filme lassen sich viel besser komprimieren.
  • Verwenden Sie eine neue Video-Kamera für hochwertiges Ausgangsmaterial.
  • Wenn Sie indoor filmen, sollten die Räume gut ausgeleuchtet sein, denn Bildrauschen lässt sich extrem schlecht komprimieren.
  • Verzichten Sie während dem Aufnehmen auf wilde Kamerafahrten und intensives Zoomen.
  • Denken Sie daran, dass Webvideos meistens in einem kleinen Abspielfenster angeschaut werden. Deshalb lohnt es sich, Personen und Gegenstände aus der Nähe abzufilmen. Bei Aufnahmen von Personen, die ganz abgebildet werden, wird man im Endprodukt das Gesicht nicht mehr erkennen können. Überlegen Sie also gut, welche Ausschnitte Sie wählen.

Schneiden und Bearbeiten - Postproduction

  • Verzichten Sie auf wilde Spezial-Effekte.
  • Verzichten Sie auf wilde Übergänge.
  • Verzichten Sie auf schnelle Schnitte wie zum Beispiel in Musikvideos.
Grundsätzlich gilt: Je ruhiger und hochwertiger das Ausgangsmaterial ist, desto besser und stärker lässt sich ein Video für das Web komprimieren.